Die Verhandlungen mit den Dûn-Zwergen

Einige Wochen waren vergangen, seit Egelhard von Breitenschwert alarmierende Hinweise auf eine erstarkende Orkbedrohung entdeckt hatte. Nun rückte ein weiterer entscheidender Augenblick für den Schwerterorden heran: Eine Delegation der Dûn-Zwerge aus Orkador hatte sich angekündigt, um im Thronsaal der Festung auf dem Adlerkopf vorzusprechen.

Mit lautem Poltern öffneten sich die mächtigen Torflügel der Halle. Allerich zu Hardtenfels und seine engsten Berater empfingen die Zwerge in feierlicher Rüstung. Die Ankömmlinge, gedrungen und breitschultrig, trugen meisterhaft geschmiedete Rüstungen und musterten mit prüfenden Blicken die versammelten Ritter. Sofort wurde deutlich, dass sie gekommen waren, um eine Allianz gegen die wachsende Gefahr aus den Schattenkuppen zu schmieden.

Die Verhandlungen zogen sich über Stunden. Die Dûn-Zwerge wussten um die kunstfertige Schmiedekunst ihres Volkes und boten an, erstklassige Waffen und Rüstungsteile für den Orden zu liefern. Im Gegenzug verlangten sie Einblick in alle Späherberichte und taktischen Erkenntnisse über die Orkbewegungen, die der Schwerterorden bisher gesammelt hatte.

Schließlich einigte man sich auf einen Pakt. Noch an Ort und Stelle wurde ein Schwur geleistet, bei dem Allerich das Banner des Ordens und der oberste Gesandte der Zwerge ihr Hammeremblem tauschten. Mit diesen Zeichen besiegelten sie ihre Absprache: Die Zwerge würden unerschütterliche Waffen liefern, der Orden aber seine gesamte Aufklärung aus Orkador mit ihnen teilen.

Zum Abschied wurde in Waldesruh eine kleine Feier veranstaltet, bei der Ritter und Zwerge erstmals aufeinander anstießen. Das gemeinsame Ziel – die Abwehr der Orks – rückte an diesem Tag ein Stück näher. Doch allen war bewusst, dass dieser Bund erst der Anfang eines langen und harten Kampfes sein würde.